Hähnchen in der Fritteuse

Hendl, Broiler oder ganz klassisch das Hähnchen in der Fritteuse gegart schmecken besonders lecker! Aber was brauche ich alles dafür? Was ist das passende Öl? Bei welcher Temperatur sollte man das Fleisch frittieren und wie lange lasse ich das Huhn in der Fritteuse drin? Und wie war das noch mit der Panade?

Welche Gewürze brauche ich dafür? Diese Fragen werde ich dir alle beantworten und dazu eine Anleitung für die herstellung einer Gewürzmischung zum selber machen die du auch für Pommes nehmen kannst. Hier gelangst du zur Übersicht der Themen!

Das Hähnchen in der Fritteuse

Ich werde dir auf diese Fragen antworten und dabei alles Wichtige erklären. Zudem gibt es Tipps, worauf du dabei achten solltest.

Hier sind die wichtigsten Fakten in aller Kürze!

  • Mit der zu frittierenden Menge solltest du nicht übertreiben.
  • Um die 175 °C sollte das Öl maximal haben.
  • Je nach der Größe des Huhns solltest du etwa 45 Minuten einplanen.
  • Die sogenannte Kerntemperatur von 76 °C kannst du mit einem Braten-Thermometer überprüfen (das ist die optimale Temperatur im Inneren des Fleisches).
  • Verwende am besten Öl mit einem hohen Anteil an einfachen ungesättigten Fettsäuren.
  • Saubere Holzlöffel können auch zum Testen genommen werden. Wenn sich kleine Bläschen bilden, dann ist das Öl bereit.
  • Wasser-Tropfen, die verpuffen, sind auch gut beim Test der richtigen Temperatur des Öls.

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Zuletzt aktualisiert am 10. April 2021 um 05:41 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Welche Temperatur soll es den nun haben, das Hähnchen in der Fritteuse?

Beim Frittieren ist die Anfangstemperatur sehr wichtig. Optimal ist der Bereich zwischen 160 °C bis 175 °C. Wenn du nicht weißt, wie du die ohne ein Thermometer* rausfinden kannst, dann gibt es jetzt von mir noch ein paar Kniffe.

Als Erstes wäre da der Trick mit einem Holzlöffel. Dieser muss natürlich sauber sein. Du hältst ihn in das erhitzte Öl. Wenn es Blasen um den Löffel wirft, dann ist das Öl schon auf Betriebstemperatur.

Für einen weiteren, ganz einfachen Test brauchst du nur ein paar Tropfen Wasser. Dafür benetzt du deine Fingerspitzen mit Wasser und lässt es aber bitte ganz vorsichtig auf das Öl tropfen. Wenn es sofort verpufft oder zu brutzeln beginnt, dann hast du ebenfalls ausreichend Wärme. Sei da aber bitte ganz vorsichtig. 2 oder 3 Tropfen reichen völlig aus. Bei mehr Wasser besteht die Gefahr, dass du dich durch das aufspritzende Öl verbrennst.

Wie wichtig ist das richtige Öl?

Bereits ab 130 °C können sich in verdacht stehende krebserregende Stoffe bilden, aber nur dann, wenn du kein hitzebeständiges Öl verwendest. So verträgt raffiniertes Erdnussöl sogar bis 230°Grad. Es hat einen leicht nussigen Eigengeschmack und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese sind gesund, jedoch zum Frittieren denkbar ungeeignet.

Wenn du mehr über das richtige Öl wissen möchtest, schaue dir dazu meinen Beitrag „Welches Öl für die Friteuse“ an. Fazit ist, dass Erdnussöl eben auch nicht für jeden Zweck das Richtige ist.

Besser zum Frittieren von Hähnchen, Schnitzel, Pommes oder anderer leckerer Sachen eignet sich deshalb Kokosöl. Aber auch das bei einigen unbeliebte Palmfett kannst du verwenden. Außerdem auch High-Oleic-Öle*, Butterschmalz geht auch.

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Zuletzt aktualisiert am 10. April 2021 um 05:09 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Worauf solltest du sonst noch achten beim Frittieren des Hähnchens?

Die Menge bzw. das Gewicht des Fleisches spielt eine große Rolle und ist aber auch nicht nur abhängig von der Größe deiner Fritteuse.

Wichtig ist auch, dass du beim Frittieren nicht zu viel auf einmal rein gibst. Das Öl kühlt sich sonst zu stark ab, wird also zu kalt. Das wäre dann so ähnlich wie scharfes Anbraten eines Steaks auf den Grill. Die Oberfläche wird schnell verschlossen.

Dabei spricht der Kenner auch von einer „Maillard-Reaktion“, die ab 140°Grad die begehrten Röstaromen freisetzt. Umgangssprachlich sagt man auch Poren verschließen dazu. Das ist aber fachlich gesehen falsch. Fleisch hat keine Poren, sondern nur das Eiweiß im Fleisch gerinnt sehr schnell.

Ist das Öl zu kalt, dann saugt sich dein Fleisch nur unnötigerweise mit Fett voll. Zudem bildet sich diese herrlich goldbraune, knusprige Panade nicht drum herum.

Wenn du das Hähnchen im „nackten“ Zustand (also ohne Panade) frittieren willst, reicht etwas Salz völlig aus. Typischen Gewürze wie etwa Paprika oder Pfeffer verbrennen nur und setzen dabei Bitterstoffe frei. Und das wollen wir wirklich nicht.

Ist das Hähnchen fertig frittiert und liegt auf deinem Servierteller, dann kannst du selbstverständlich mit Paprika, Pfeffer oder anderen Gewürzen deiner Wahl nachwürzen.

Nackt oder mit Überzug?

Was hältst du von einer leckeren, selbst gemachten Trockenmarinade? Ein Rezept dafür findest du weiter unten im Text. Wenn du den Broiler für ein paar Minuten darin einlegst, dann gibt es doch noch eine Menge zu beachten.

Hast du eine Heißluftfritteuse? Dann vermenge die Gewürzmischung die du etwas weiter unten findest mit Öl. Dafür genügen 3 Esslöffel und dann streichst du dein Hähnchen gründlich damit ein. Schaue dir deshalb unser Video an!

Richtig lecker wird dein Hähnchen mit einer Panade. Auch dafür gibt es später noch mein persönliches Lieblingsrezept.

Damit sich auch der ganze Aufwand lohnt, warum machst du als Beilage nicht noch Pommes dazu? Warum machst dir deine Pommes nicht gleich selber? Klar, das mach ein wenig Arbeit, aber es ist ja nicht schwer. Und wenn die Kartoffeln schön groß sind, geht es ruckzuck.

Was ist noch zu beachten?

Das Öl zum Frittieren kannst du nicht unbegrenzt wiederverwenden. Je nach Farbe und Geschmack solltest du es nicht öfter als 3-5 Mal nutzen.

Egal ob du dein Hähnchen nackt, in Panade oder auch nur mit Trockenmarinade frittierst, die obligatorischen Pommes solltest du immer als letztes in das Öl geben. Sie saugen dann den Geschmack des Fleisches förmlich in sich auf. Damit werden sie noch leckerer. Es ist dabei egal, ob du deine Pommes am Schluss nur im Paprika und Salz wälzt.

Rezeptvorschläge für dein Hähnchen in der Fritteuse

Probierst du gerne mal was aus? Dann empfehle ich dir folgendes Rezept für eine Trockenmarinade und auch für eine Panade. Natürlich kannst du auch eine fertige* Mischung für dein Hähnchen kaufen. Meine Gewürzmischung kannst du aber dann auch für die Pommes verwenden.

Trockenmarinade

Dazu brauchst du nur:

  • 50 Gramm Paprikapulver, süß oder scharf, je nachdem, was du lieber magst,
  •  Jeweils 20 Gramm
  • Knoblauchpulver
  • Zwiebelpulver
  • Einfaches Salz
  • Schwarzen Pfeffer
  • Optional 10 Gramm Zucker ist aber kein muss

Wer es besonders scharf mag, der kann gerne noch 10 bis 30 Gramm Chilipulver dazugeben.

Wie du bereits bei uns im Video gesehen hast, ist diese trockene Variante in einer normalen Fritteuse nicht zu empfehlen.

Du kannst daraus aber ganz leicht eine leckere Marinade zaubern. Füge noch 3 bis 5 EL Öl hinzu und vermische es gut. Danach reibst du dann die Hähnchenkeule damit gut ein und tust sie z. B. auf dem Backblech in den Backofen oder gibt’s sie in eine Heißluftfritteuse.

Mit einer Garzeit von ca. 45 Minuten musst du rechnen. Optimal sind 180°Grad. Und dann erhältst du ein Hähnchen mit einer leckeren und knusprigen Kruste, die der in der Fritteuse sehr nah kommt. 

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Zuletzt aktualisiert am 10. April 2021 um 05:33 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Rezept für eine tolle Panade

Für 8 Hähnchenschenkel benötigst du Folgendes:

  • 4 Eier, am besten Größe L, M geht auch
  • 50 bis 70 ml Wasser oder Buttermilch
  • 200 Gramm Dinkelmehl (das gibt dem Ganzen eine besondere Note)
  • 8 Gramm Backpulver (du kannst aber auch Natron nehmen, es hat die gleichen Eigenschaften)
  • eine Prise Salz und Zucker

Die Eier vermischst du mit Wasser oder Buttermilch, bis es eine homogene Masse ist, das bedeutet, dass du nicht mehr unterscheiden kannst was Buttermilch und was das Ei ist. Das geht ganz leicht mit einem Schneebesen. Für die Eier und Buttermilch oder Wasser nimmst du am besten eine Schüssel. Zur Not geht auch ein Suppenteller.

Für das Mehl, Salz, Zucker und Backpulver kannst du z. B. einen Teller nehmen. Der muss auf jeden Fall so groß sein, dass du genügend Platz zum Vermengen und auch für das Fleisch hast.

Jetzt kannst du die Hähnchenschenkel mit den Gewürzen deiner Wahl oder auch nach meinem Rezept einer Trockenmischung einreiben. Dann tunke das Fleisch gründlich in die Mischung aus Eiern und Buttermilch.

Bevor du die Schenkel durch das Mehl ziehen kannst, lässt du kurz alles Überflüssige abtropfen. Nach ca. 30 Sekunden Wartezeit wendest du das Fleisch so lange in der Mehlmischung, bis es eine schöne dicke Schicht Mehl hat.

Nicht lange warten beim Hähnchen in der Fritteuse

Auf jedem Fall sollte kein Fleisch mehr zu erkennen sein. Nun kannst du das Hähnchen schnell in die Fritteuse tun. Willst du Hähnchenschenkel frittieren, dann musst du wie ein Profi nach Zeit arbeiten und sie kurz hintereinander reintun. Aber Vorsicht nicht zu viel auf einmal da du sonst das Öl zu sehr abkühlst. Wie es nicht geht, siehst du in unserem Video. Bedenke also auch die unterschiedlichen Garzeiten.

Nun musst du nur noch den Deckel schließen, falls vorhanden und warten, bis aus den unansehnlichen weißen Flächen ein knuspriger goldbrauner „Schwan“ geworden ist. Wenn du ungeduldig wirst, dann nimmt ein Bratthermometer, steche ins Fleisch und warte, bis die Kerntemperatur vom 76°Grad erreicht ist.

Viele Geräte haben jedoch schon eine Anzeige für die Temperatur, die du auswählen kannst. Bei digitalen Anzeigen kannst du sogar dein Fleisch auf die Gradzahl genau für das Durchgaren einstellen bzw. in den meisten fällen sind die Perfekten Grad zahlen schon fest vorgegeben im Bratenthermometer.

Hast du noch Fragen, die dir unser Video nicht beantworten konnte? Dann zögere nicht, sie uns zu stellen.

Noch ein Tipp zuletzt! | Hähnchen in der Fritteuse

Ist noch etwas von der Eier-Buttermilch-Mischung und Mehl übrig? Mache doch einfach Pfannkuchen daraus. Mixe das Ganze noch mit einem halben Teelöffel der Gewürzmischung zusammen. Das ist schnell gemacht und du hast damit noch eine weitere leckere Beilage. Das ist vor allem dann gut und praktisch, wenn die Pommes evtl. doch nicht reichen sollten.

Wenn du die Gewürze weglässt, dann kannst du den Pfannkuchen natürlich auch als Nachtisch oder Dessert servieren. Dazu passt dann z. B. Apfelmus oder auch selber gemachte Marmelade bzw. Gelee.

Video: Hähnchen in der Fritteuse + Geschmackstest | Vergleich Backofen/Fritteuse | Marinade & Panade Rezept

Quelle: Der Kanal WirHDcom auf YouTube.

Übersicht: Hähnchen in der Fritteuse

Chris

Hey ich bin der Christian Autor, Content Manager auf WirHD, dazu auch noch Hobby Bäcker/ Konditor. Hinterlasse mir doch ein Kommentar, wie dir der Beitrag gefallen hat.

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