Tee-Rezepte

Es gibt Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Tee-Rezepte davon. Meist sind sie sich sehr ähnlich.

Deshalb möchte ich dir auch im nachfolgenden Text erklären, was du beachten solltest. Vielleicht hilft es dir ja auch, dein ganz spezielles Rezept zu entwickeln. Dazu werde ich dir im nachstehenden Text erklären, was Leitkräuter sind und wozu sie gut sind.

Aber auch die anderen Kräuterarten, die bei der Erstellung deines Lieblingsrezeptes eine Rolle spielen sollten. Dazu gehören die Kräuter, die für sein Aroma und die Struktur wichtig sind. Und da das Auge ja bekanntlich mittrinkt, solltest du die Schmuckkräuter auch nicht außen vorlassen.

Tee-Rezepte

Zudem werde ich in dem Text dir zum großen Teil Kräutermischungen vorschlagen. Diese kannst du sogar selber auch noch im Garten, auf dem Balkon oder beim Wandern in der Natur an Wegesrändern, auf Wiesen und im Wald ernten. Natürlich kannst du sie auch im Handel käuflich erwerben. Dabei solltest du auf jeden Fall auf Bioqualität achten.

Worauf du achten solltest!

Vermeide es auf jeden Fall, Pflanzen vom Straßenrand abzulesen. Die haben meist die ganzen Giftstoffe absorbiert. Bitte denke auch beim Sammeln in der Natur daran, dass es nur in Maßen und nicht in Massen erfolgen darf. Denn auch hier gilt lieber Qualität statt Quantität. Auch andere wollen genießen, was Mutter Natur so bietet. Außerdem sind die örtlichen Gegebenheiten zu beachten. Es ist nicht überall erlaubt.

Ich werde dir keine genauen Angaben zu den Mengen (Gramm) geben. Jeder hat ein anderes Geschmacksempfinden. Aber ich werde auch immer kurz dazu schreiben, welchen Zweck die Zutat hat. So kannst du dann selber entscheiden, worauf du Wert legst. Als Beispiel: Nehme ich von den Blüten der Ringelblume etwas mehr und von den Blättern der Brombeere dafür etwas weniger?

Wenn du das etwas ausführlicher wissen möchtest, kannst du das gerne in meinem Text über die Teesorten nachlesen. Dort habe ich den Schwerpunkt auf die sogenannten Aufgusspflanzen gelegt. Zudem möchte ich, dass du einen Mehrwert beim Lesen hast und dein Wissen über Heilkräuter und normale, für den Tee geeignete Pflanzen erweitern kannst.

Erklärung der Tee-Rezepte

Anhand von typischen Rezepten (Pfeffer)Minze mit Zitrone und Ingwer werde ich dir erklären, welchen Zweck die Kräuter haben. Dazu gehört auch noch eine Info, ob es ein Leit-, Aroma- oder ein Strukturkraut ist. Aber darüber erfährst du im weiteren Text noch mehr.

Bei den Teerezepten habe ich versucht, sogenannte Heilpflanzen mit zu verwenden. Damit meine ich Kräuter, denen ein positiver Effekt auf die Gesundheit nachgesagt wird. So sollen Himbeerblätter schmerzlindernd bei der Regel wirken. Ob das stimmt oder nicht, da überlasse ich jedem selbst, sich seine eigene Meinung zu bilden.

Probiere doch mal die nachstehenden 2 Rezepte aus:

  • Rezept Nr. 1 mit Lemongras, Fenchel, Anis, Kümmel, Himbeerblätter, Maisgriffel, Rotbuschtee und Karottenwürfeln.

  • Alle Zutaten brühst du mit kochendem Wasser auf und lässt sie mindestens 10 min. ziehen. Und schon hast du einen Tee mit vielen, die Gesundheit fördernden Inhaltsstoffen. Er schmeckt leicht fruchtig.

  • Rezept Nr. 2 ist ein Fruchttee aus Apfelstücken, Lemongras, Lindenblüten, Zitronenverbene und Blättern der Brennnessel. Bei Bedarf kannst du gerne noch geriebene Zitronenschale hinzugeben. Das alles muss auf jeden Fall 10 min. ziehen.

  • Dafür nimmst du Apfelstücke als Hauptzutat und dazu diesmal das Lemongras und die Lindenblüten als Unterstützung. Mit Zitronenverbene, den Blättern der Brennesel und geriebene Zitronenschale rundet den fruchtigen Tee ab. Den Blüten der Lindenblüten sagt man nach, dass sie bei Erkältungen helfen können.

Nun noch 2 Tipps zur Dauer des Ziehens deines Tees.

Jetzt fragst du dich vielleicht, warum soll ich es nur immer so lange ziehen lassen? Nun, das ist ganz einfach. Nur so haben die Teile der Pflanzen genug Zeit, all ihre Aromen und Inhaltsstoffe abzugeben. Und das Beste ist, du musst die Kräuter nicht aus deiner Teekanne entfernen. Sie können die ganze Zeit in der Kanne bleiben. Der Geschmack verändert sich nicht.

Das ist ja bei schwarzem oder grünem Tee ganz anders. Wenn der länger zieht, wird er immer bitterer. Das ist bei Aufguss- oder eben Kräutertee nicht möglich. Das Einzige, was passieren kann, ist, dass sie die Tülle verstopfen können oder mit in deiner Tasse landen.

Was ist sonst noch wichtig bei selbstgemachten Teerezepten?

Die Auswahl deiner Kräuter. Wenn du den Ursprung nicht genau kennst, dann greife immer auf ein Bio-Produkt zurück. Damit vermeidest du Pestizide oder ähnliche Giftstoffe mit aufzugießen.

Aber um ein kurzes Waschen der frischen Pflanzenblätter oder Kräuter kommst du trotzdem nicht herum. Selbst bei gekaufter Ware solltest du auf Nummer sichergehen, damit sich nicht irgendwas Unerwünschtes dazwischen befindet. Dafür solltest du immer nur kaltes Wasser verwenden. Das Ausspülen der ätherischen Öle verringerst du damit.

Beim Erstellen von eigenen Rezepten gilt wie bei vielen Dingen im Leben die Qualität vor Quantität. Das soll heißen, lieber wenige Kräuter verwenden, gerade solange du testest. Sie sollen sich ja ergänzen und nicht bekämpfen.

Ringelblumen, Blüten, Frische Ernte.
Frisch geerntete Blüten der Ringelblume.

Nimm keinesfalls von allem etwas. Sondern probiere aus, was dir gut schmeckt. Das ist aus meiner Sicht sehr wichtig. Tee aus Kräutern soll dir guttun und schmecken. Vergleiche ihn aber nicht mit Medizin, die leider auch bitter schmecken kann.  

Deshalb hat sich die 4 als ganz gute Anzahl für die Mischung erwiesen. Mehr als 8 wären dann schon wieder zu viel. Eine solche Menge unterschiedlicher Kräuter solltest du dann doch eher den Profis überlassen. Die wissen genau, ab wann es zu viel wird.

Welche Arten von Kräutern für Tee gibt es?

Leitkräuter/-früchte

Man kann auch Hauptkräuter dazu sagen. Sie geben so zusagen die Richtung vor, in die der Tee sich quasi entwickelt soll. Damit meine ich Geschmack oder die potenzielle Heilwirkung, welche am stärksten hervortreten soll. Darum ist sie auch immer mindestens in der doppelten oder dreifachen Menge vorhanden. Nun ein Beispiel. Bist du ein absoluter Fan von Äpfeln? Dann verwende immer deutlich mehr getrocknete Apfelstücke als alle anderen Bestandteile diese kannst du sogar mit einem Dörrautomat selber Trocken und herstellen.

Auch die Pfefferminze kannst dafür nehmen. Es können die Stängel und Blätter für den Tee verwendet werden.

Aromakräuter

Wie der Name es schon vermuten lässt, sorgen sie für den Geschmack ab. Aber sind nicht die „Anführer“, sondern sie helfen dabei, den Geschmack besser abzurunden. Ingwer ist sehr beliebt.

Bei den sogenannte „Heiltees“ tragen diese Kräuter dazu bei, das Aroma zu verbessern. Das Herbe von Frauenmantel oder der Eibischwurzel können abgemildert werden, in dem man zum Beispiel Melisse oder Fenchel dazu gibt.

Strukturkräuter

Zarte Blätter der Himbeere.
Kleine Blätter bereit zum Ernten.

Sie werden bei eigenen Kreationen oft vernachlässigt, sind aber aus meiner Sicht wichtig. Diese Kräuter brauchst du nicht unbedingt für den Geschmack oder die Wirkung, sondern dafür, dass sich die Mischung auch gut verteilt.

So schwimmen damit dann nicht die Rosenblüten oben und die Stängel von der Minze ganz unten. Zwei Beispiele für gute Strukturkräuter sind Salbei oder noch sehr junge Blätter der Brombeere. Diese halten mit ihren ganz feinen Widerhaken oder der rauen Oberfläche der Blätter alles ein wenig im Gleichgewicht.

Schmuckkräuter

Ringelblumen für dein Tee.
Frisch geerntete Ringelblumen für deinen selbstgemachten Tee.

In den meisten Fällen sind sie allein nur zur Optik und für die Farbe des Tees da. Sie sorgen für ein harmonisches Erscheinungsbild. Infrage kommen da die auch als Zutat in Handcreme bekannte Ringelblume, die Blüten von Malve oder Monarden (kennst du vielleicht als Indianernessel). Selbst die Blüten der Königskerze kannst du dafür nutzen.

Jetzt hast du erst mal ein Grund-Verständnis, wie man einen Tee richtig zusammenstellt.

Hinweise für deine Tee-Rezepte

Jetzt sagst du aber, ich habe aber doch schon so eine gekaufte Mischung aus Teekräutern, die mir ganz gut schmeckt. Wie kann ich die vielleicht noch verbessern? Folgende Tipps helfen dir dabei vielleicht weiter.

Willst du sie nachmischen? Schau einfach auf die Inhaltsangabe des Herstellers. Dazu möchte ich noch einmal auf meine Vorschläge für Tee zurückkommen, die ich dir am Anfang des Textes vorgestellt habe.

Die Reihenfolge des Herstellers ist an die Menge geknüpft. Das heißt, in dem Fall ist Lemongras das Leitkraut und Fenchel zusammen mit Anis und Kümmel sind die Aromakräuter. Die Himbeeren und die Maishaare halten als Strukturkraut alles zusammen. Der Rotbuschtee und die Karotten sorgen für die schöne rote Farbe.

Wenn du möchtest, kannst du gerne hier deine eigenen Teerezepte posten. Ich würde mich freuen. Was hast zu beim Ausprobieren festgestellt? Welche Erfahrungen hast du gemacht?


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Chris

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