Kaffeemühle

Im Zuge des überall zu beobachtenden Kaffeebooms kommen auch altbewährte Traditionen wie die Verwendung einer Kaffeemühle wieder in Mode. Eine Kaffeemühle ist eine Vorrichtung, mit der sich Kaffeebohnen zu feinem Pulver zerkleinern lassen. Die Idee des Mahlwerks an sich stammt aus Mesopotamien, von wo aus bereits mit Steinwalzen Getreide und andere Pflanzensamen verkleinert wurden.

Kaffeebohnen wurden ursprünglich nach Vorbild der römischen Mahlmethode nur mit Mörser und Stößel relativ grobkörnig zerkleinert, was bis heute bei der arabischen Variante des Kaffees üblich ist. Seit der Einführung des Kaffees in Europas, begann man zunächst nur in den, denn reichen Schichten vorbehaltenen Kaffeehäuser, die Kaffeebohnen mithilfe von handbetriebenen Mühlen zu mahlen.

Wer heutzutage an Kaffeemühlen denkt, hat daher häufig noch das großmütterliche Holzmodell im Kopf. Mittlerweile gibt es jedoch eine Vielzahl unterschiedlicher Mühlen auf dem Markt, die über weit mehr Funktionen verfügen. Mehr zum Thema Kaffeemühle findest du hier!

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Arten von Kaffeemühlen und ihre Verwendung

Eine Kaffeemühle bietet dir zunächst den Vorteil, den Mahlgrad deines Kaffees individuell auswählen zu können. So kannst du mit verschiedenen Mahlgraden der Bohnen experimentieren und verschiedene Geschmacksrichtungen bei unterschiedlicher Zubereitung erkunden.

Das Prinzip einer klassischen Hand-Kaffeemühle ist dabei denkbar einfach: Von Hand wird eine Kurbel betrieben, die mit einem Mahlwerk im Inneren der Mühle verbunden ist. Dabei handelt es sich in der Regel um ein Kegelmahlwerk. Füllst du nun den Kaffee in die Mühle und drehst an der Kurbel, so werden die Bohnen zwischen Kegel und Gegenstück zerrieben und rieseln als Kaffeepulver in einen Auffangbehälter.

Diese sehr klassische Art der Kaffeezubereitung ist häufig noch in großmütterlichen Küchen bekannt und war im 19. und 20. Jahrhundert eine sehr verbreitete Form der Kaffeezubereitung. Heutige Handkaffeemühlen bestehen häufig aus einer Edelstahlverkleidung mit Keramikmahlwerk, es gibt aber auch Varianten aus Holz im Retro-Stil. Hier kommst du zum Inhaltsverzeichnis!

Elektrische Mühlen

Bei den elektrischen Kaffeemühlen wird der Mahlvorgang per Knopfdruck ausgelöst. Die Bohnen werden zunächst in einen Behälter gefüllt, der nach unten an ein Mahlwerk anschließt, durch das diese in wenigen Sekunden zerkleinert werden. Während bei den alten Handkaffeemühlen der Mahlgrad durch das Drehen der Verstellschraube geändert werden kann, arbeiten moderne Kaffeemühlen per Knopfdruck.

Heutzutage werden die meisten Kaffeemühlen nicht mehr von Hand, sondern werden automatisch betrieben. Das bereits angesprochene Kegelmahlwerk findet auch in heutiger Zeit vielerorts noch Verwendung. Neben Stahl ist insbesondere auch Keramik bei neuen Varianten des Kegelmahlwerks verbreitet.

Kaffeemühle mit Scheibenmahlwerk.

Eine weitverbreitete Form der Kaffeemühle ist die Mühle mit Scheibenmahlwerk. Bei dieser Form werden statt Kegeln Scheiben übereinandergelegt, die ineinander verzahnt sind und eine konkave Form besitzen. Dies bedeutet, dass die beiden Scheiben an den Außenrändern näher zusammenliegen als innen, wodurch die Kaffeebohne feiner gemahlen werden kann.

Beim Einschalten der Kaffeemühle bewegt ein Motor eine der beiden Scheiben, wodurch die Bohnen zerkleinert und durch das Mahlwerk nach unten gepresst werden. Der „Clou“ dieses Mahlwerks besteht darin, dass durch die besondere Form und die Wirkung des Motors die Bohnen sehr fein gemahlen werden können. Ein Scheibenmahlwerk besteht in der Regel aus Stahl, es sind aber auch Varianten aus Keramik erhältlich.

Schlagwerk.

Abgesehen von den vorgestellten Formen sind manchmal auch noch elektrisch betriebene Kaffeemühlen mit Schlagmahlwerk erhältlich. Bei einem Schlagmahlwerk wird das Mixer-Prinzip angewandt. Im Inneren befindet sich eine rotierende Klinge aus Stahl, welche die Kaffeebohnen mit schnellen Bewegungen zerkleinert.

Der Mahlgrad bei Schlagwerken lässt sich nicht vollständig beeinflussen, da durch die Art der Zerkleinerung das Pulver unterschiedlich stark zerkleinert wird. Schlagmahlwerke werden heutzutage nur noch in wenigen Kaffeemühlen eingesetzt, da sie verschiedene Nachteile mit sich bringen.

Vor- und Nachteile der Kaffeemühlen Varianten im Überblick

Die verschiedenen Kaffeemühlen haben alle ihre Vor- und Nachteile. Bei einer Kaffeemühle mit Schlagmahlwerk liegt ein klarer Vorteil im günstigen Anschaffungspreis. Sie sind häufig schon im niedrigen zweistelligen Bereich erhältlich und eignen sich insbesondere für Gelegenheitstrinker.

Allerdings bringt diese Form des Mahlwerks auch einige Defizite mit sich. Neben dem bereits angesprochenen unregelmäßigen Mahlgrad sind auch die hohe Wärmeentwicklung dem Kaffeearoma nachträglich, da hierdurch Bitterstoffe extrahiert werden können.

Scheibenmahlwerk.

Mühlen mit Scheibenmahlwerken haben in der Regel den Vorteil, relativ leise zu arbeiten. Zudem sind insbesondere Mahlwerke aus Keramik eine günstige Alternative in der Anschaffung, die einen Preisvorteil in der Anschaffung haben. Keramik ist nicht so widerstandsfähig wie Scheibenmahlwerke aus Stahl.

Insbesondere, wenn du gerne Espresso trinkst, stellt eine Kaffeemühle mit Scheibenmahlwerk eine interessante Alternative dar, weil mit dieser der Kaffee sehr fein gemahlen werden kann und im Anschluss beispielsweise in einer Siebträgermaschine verwendet werden kann. Allerdings kosten elektrische Mühlen mit Scheibenmahlwerk im Allgemeinen etwas mehr.

Kegelmahlwerk.

Kaffeemühlen mit Kegelmahlwerk trumpfen mit einer schonenden Zubereitung durch eine relativ geringe Wärme auf, die sich positiv auf das Aroma des Kaffees auswirken kann. Die Wärmeentwicklung resultiert aus der geringeren Drehzahl der Kegel.

Im Gegensatz zum Scheibenmahlwerk produzieren Kegelmahlwerke aber mehr Lärm, wobei es auf dem Markt mittlerweile auch Varianten gibt, die sehr Lärm-reduziert arbeiten.

Manuelle Mühlen.

Eine Handmühle ist für dich dann geeignet, wenn du nur Gelegenheitstrinker von Kaffee bist und die Handarbeit zu schätzen weißt. Im Vergleich zu einer elektrischen Mühle ist eine Handmühle günstiger in der Anschaffung und in der Regel auch platzsparend, weshalb sie auch in den Urlaub mitgenommen werden können.

Auch optisch machen Kaffeehandmühlen etwas her und werden daher gerne auch in Coffeeshops mit nostalgischem Flair ausgestellt. Ein weiterer Pluspunkt dieser Form der Kaffeezubereitung ist die relativ geringe Hitze beim Mahlen, die sich negativ auf das Aroma des Kaffees auswirken kann. Allerdings ist die Arbeit von Hand sehr mühselig und nimmt Zeit im Anspruch, was im Alltag unpraktisch sein kann.

Zudem kannst du mit einer Handkaffeemühle auch Bohnen fein genug für Espresso produzieren. Manuelle Mühlen, die Fein genug für Espresso mahlen sind, seltener zu finden und erst in höheren Preisklassen erhältlich. Extrem feinen Mahlgrad wie für Espresso kannst du natürlich mit elektrischen Scheibenmahlwerken leichter erreichen.

Wie reinige ich eine Kaffeemühle?

Von Zeit zu Zeit benötigt auch die beste Mühle eine Reinigung. Zu reinigende Bestandteile umfassen die Hülle, den Bohnenbehälter, den Auffangbehälter sowie natürlich das Mahlwerk. Während sich die Hülle leicht mit einem feuchten Tuch reinigen lässt, kannst du den Bohnenbehälter entweder mit etwas (!) Spülmittel und Wasser abgewischt und anschließend ausspülen oder mit einem trockenen Tuch abwischen, um Ölreste zu entfernen.

Bei vielen modernen Mühlen lässt sich das Mahlwerk entnehmen und wie auch beim Bohnenbehälter schonend mit Tüchern, Pinsel oder einem Staubsauger auf niedriger Stufe reinigen. Bei fest verbauten Mahlwerken sind auch spezielle Kaffeemühlen-Reiniger in Form von Granulaten im Handel erhältlich, die wie Kaffeebohnen vermahlen werden.

Du kannst natürlich auch etwas Reis zur Reinigung durch deine Kaffeemühle mahlen. Die Reinigung ist nicht so effektiv wie Reinigungs-Granulat, für die schnelle und regelmäßige Reinigung zwischendurch reicht Reis im Normalfall auch.

Welche Kaffeemühle ist die richtige für mich?

Bei der Auswahl der Mühle solltest du zunächst entscheiden, wo deine Prioritäten liegen: Trinkst du nur gelegentlich Kaffee und legst Wert darauf, gut aus dem Bett zu kommen oder zählst du dich eher zur Gruppe der Genießer? Für Gelegenheitstrinker kann eine handbetriebene Kaffeemühle zum Erlebnis werden.

Sie punktet mit Handlichkeit, intuitiver Bedienung und aromatischem Kaffee, der aus eigener Arbeit produziert wird. Wer hingegen Wert auf Funktionalität im Alltag legt und zwischen vielen Mahlgraden experimentieren will, für den eignet sich eine elektrische Kaffeemühle mit Kegel- oder Scheibenmahlwerk gut.

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