Friteuse ohne Fett

Wie kann man in der Friteuse ohne Fett leckere Mahlzeiten zubereiten? Wie man ganz auf zusätzliches Fett verzichten oder zumindest den Anteil an Fett drastisch reduzieren kann, das erfährst du in diesem Beitrag. Geht das denn überhaupt, frittieren ohne Fett? Schmecken Pommes oder Schnitzel ohne Fett genauso gut wie ihre Artgenossen, die wir vorher im Fett gebadet haben? Dies und ein paar Tipps und Tricks für deine Friteuse ohne Fett bekommst du jetzt bei uns. Und zudem noch ein Rezept für selbst machte Gewürzmischungen für deine perfekten Pommes in einer Heißluftfritteuse!

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Zuletzt aktualisiert am 15. April 2021 um 05:38 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Info: Für unsere Freunde aus der Schweiz und aus Deutschland mal eine kleine Information am Rande. Früher wurde die Fritteuse in Deutschland auch nur mit einem „t“ geschrieben. Heute hat sich Fritteuse mit „tt“ durchgesetzt. Allerdings ist die Schreibweise mit einem „t“ in der Schweiz noch allgegenwärtig. Mehr dazu auf Wikipedia. Aber Schluss nun mit der Grammatik, denn jetzt gehts ans Eingemachte, wobei eigentlich eher das Frittierte gemeint ist.

Frittieren ohne Fett, geht das denn?

Kurze Antwort: Nein. Denn du fragst ja auch nicht, ob es auch kaltes Feuer gibt. Wenn du Pommes frittierst heißt das, dass du, wie beim scharfen Anbraten, die Oberfläche sehr schnell versiegelst. Bei einer Friteuse ohne Fett handelt es sich oft um eine Heißluftfritteuse. Und die kommt komplett ohne Öl oder Fett aus.

Denn sie frittiert ja nichts, da sie im Grunde genommen nur ein Backofen im Mikrowellenformat ist. Schmecken darin zubereitete Pommes denn dann trotzdem noch gut? Ja, das können sie mit ein paar Tricks. Das war jetzt natürlich alles sehr kurz und knapp gehalten. Eine ausführliche Erklärung findest du weiter unten im Beitrag.

Kurzübersicht Friteuse ohne Fett

  • Frittieren bedeutet, mit sehr heißem Öl oder Fett die Oberfläche des Lebensmittels zu verschließen.
  • Fett ist der Geschmacksträger Nummer eins.
  • Knusprige Oberflächen gibt es auch mit Salz oder Zucker.
  • Heißluftfritteusen haben mit Friteusen nur den Namen gemeinsam!
  • Mit Heißluftfritteusen lässt sich viel Fett einsparen!
  • Billig gekauft ist oftmals doppelt gekauft.
  • Lieber dicke als dünne Pommes kaufen.
  • Mit den richtigen Rezepten kannst du auch ohne zu frittieren außen richtig schön knusprige und innen saftige Schnitzel zaubern.
  • Wie man es nicht machen sollte, das siehst du in unserem Vergleichsvideo Backofen vs. Fritteuse.

Friteuse ohne Fett gleich Heißluftfritteuse

Wie bereits erwähnt, hat eine Heißluftfritteuse nichts mit einer Fettfritteuse gemein. Sie ist eher ein Minibackofen. Damit hast du keine Wartezeiten, wie das bei einer Friteuse mit Fett der Fall ist. Bei einer Friteuse muss sich ja erst das Öl aufwärmen. Ein weiterer Vorteil vom quasi Minibackofen ist, dass der Innenraum deines Airfryers sehr schnell die eingestellte Betriebstemperatur erreicht.

Ein normaler Backofen braucht aufgrund seines großen Innenraumes ewig lange, bis er auf Betriebstemperatur ist. Das liegt zum einen an den kleinen Heizstäben und an dem Gebläse, was für eine Zirkulation der Luft sorgt. Man spricht dabei auch von Umluft. Und das kennst du ja sicher als einstellbare Funktion bei Backöfen.

Manche Hersteller gehen sogar noch weiter. Sie haben den Korb, der im Optimalfall aus Edelstahl ist, mit einem Rührarm ausgestattet. Dieser bewegt dann deine Pommes oder Kroketten ständig, sodass damit die warme Luft überall drankommt. Das funktioniert aber auch nur bis zu einer gewissen Größe, meist bis ca. 5 l bis max. 10 l.

Wenn du ein noch größeres Fassungsvermögen brauchst, dann findest du vermehrt Trommeln, so wie bei einer Waschmaschine. Nur durch diese Größe wird es dann möglich, dass die Pommes oder Kroketten auch wirklich richtig kross und knusprig werden.

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Zuletzt aktualisiert am 15. April 2021 um 05:52 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Tipps und Hinweise für die Friteuse ohne Fett

Nun ist nicht jede fettfreie Friteuse gleich. Sie mögen alle auf demselben Prinzip basieren, jedoch gibt es in der Verarbeitung und bei der Handhabung sowie den verwendeten Materialien Unterschiede.

Meist sehen sie alle irgendwo gleich aus. Oben ist das Display und unten das Fach, wo das Hähnchen, die Fischstäbchen, Kartoffelecken usw. reinkommen. Auch geben die Hersteller der Friteusen ohne Fett schon voreingestellte Programme mit Temperatur und Dauer vor, jedoch bin ich kein Freund davon.

Meist wird dabei selten oder auch nie die Füllmenge berücksichtigt. Und auch so scheinen die Programme nicht wirklich durchdacht. Dabei ist die Füllmenge aus meiner Sicht sehr wichtig. Kurz gesagt, ist nur der Boden gerade so gedeckt oder ist der Korb bis zum Rand gefüllt?

Mein Tipp: Halte dich da lieber an die Empfehlungen, die auf den Verpackungen deiner Tiefkühlpommes oder TK-Schnitzel stehen. Das hat bei mir in den meisten Fällen eher hingehauen.

Aber auch hier gilt Versuch und Irrtum. Ich habe bei meinem Gerät* folgendes herausgefunden: Erhöhe ich die Temperatur nur leicht um ca. 5 bis 10 Grad mit der gleichen Zeit bekomme ich noch knusprige und für mich leckere Steak frites.

Mein Tipp deshalb: Ignoriere die Voreinstellungen und richte dich wie bei einem Ofen nach deinen Erfahrungen und den empfohlenen Temperaturen der Hersteller der Pommes.

Aber wie das dann bei deiner Heißluftfritteuse ist, das findest du sicher noch mit der Zeit heraus. Du solltest bzw. brauchst keine Angst vor dem Herumprobieren zu haben. Das Zeitfenster von ca. 1 – 3 Minuten ist bei den meisten Kartoffelprodukten recht hoch, bevor sie von knusprig zart zu Braunkohle wechseln.

Falls deine Pommes doch mal zu lange drin gewesen sein sollten, so hilft immer noch ein ordentlicher Dip, der die gefühlt staubtrockenen Pommes wieder essbar macht. Und das kann dir öfters passieren, wenn sie zu dünn sind.

Für den Single- oder Paar-Haushalt reichen in den meisten Fällen schon recht kleine Modelle mit 1 bis 3 Litern aus. Bekommst du ab und an mal Besuch, den du mit einem leckeren Essen verwöhnen willst? Wenn du dann den Airfryer nicht mehrfach befüllen willst, dann ist ein Modell mit 4,5 l oder 5 l besser. Somit hättest du noch Spielraum nach oben.

Großfamilien oder Paare mit mehreren Kindern sollten eher so in Richtung 10 l Ausschau halten. Das ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn sie das Gerät regelmäßig nutzen wollen. Für größere Abstände, also nur 1 oder 2x pro Monat, sind Airfryer mit 5 Liter Fassungsvermögen völlig ausreichend. Das entspricht in etwa einer 750 g Packung Tiefkühl-Pommes.

Beim Material solltest du darauf achten, dass der Behälter aus einer Art Antihaftbeschichtung besteht. Die Oberfläche ist nur bei den höherpreisigen Modellen aus Edelstahl. Vorsichtig solltest du auch sein, wenn es um das Anfassen geht. Davon ausgenommen ist der Griff des Behälters oder das Display (wenn vorhanden). Denn gerade die Luke vom Luftaustritt kann sehr heiß werden. Stelle also das Gerät nicht direkt an eine Wand, da sich die Wärme sonst nicht verteilen kann.

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Zuletzt aktualisiert am 15. April 2021 um 05:48 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Geschmacksvergleich

Laut der belgischen Verbraucherzeitschrift Test Achats sind 4 Heißluftfritteusen gegen 30 Fettfritteusen angetreten. Keine Heißluftfritteuse konnte die Tester überzeugen. Die Pommes seien zu schnell hart, so heißt es im Testergebnis. Meiner Meinung nach haben sie damit auch ein Stück weit recht. Das ist vor allem gerade dann so, wenn man die TK-Kartoffelfertigprodukte als Maßstab nimmt. Jetzt sagst du dir vielleicht, das klingt ja gar nicht gut.

Aber Geschmack ist auch immer sehr individuell. Beispielsweise so wie bei einer Pizza. Der eine mag den Boden dünn und besonders knusprig, der andere dick und luftig. Deshalb lass dich jetzt davon nicht abschrecken. Denn mit ein paar kleinen Hinweisen und Tipps kannst du dir leckere Pommes mit deutlich weniger Fett machen.

Etwas Öl muss sein

Aus meiner Sicht sind Pommes komplett ohne Fett/Öl auch nur Backkartoffeln! Lässt dich diese Aussage nicht erst mal stutzen? Aber ist die zugegebenermaßen etwas provokative Aussage wirklich so falsch? Ich denke nicht. Wir haben ja gelernt, um etwas zu Frittieren muss es von Fett umschlossen werden. Ob es so viel wie beim Frittieren mit Fett sein muss, das sei mal dahingestellt.

Schritt für Schritt-Anleitung für leckere Pommes in einer Friteuse ohne Fett

Es beginnt schon beim Einkauf. Hier solltest du die „richtigen“ TK-Pommes aussuchen. Das wirst du zwar jetzt nicht unbedingt gerne hören wollen, aber nimm nicht die Preisgünstigen. Denn deren Durchmesser ist meiner Erfahrung nach oftmals viel zu dünn. Und deshalb sind sie keine ernsthafte Alternative zu selbst gemachten Pommes.

Ich selbst bevorzuge die etwas Dickeren oder wenn du willst, die Curly- oder Wellenpommes. Dabei ist es erst einmal egal, ob du die für den Backofen oder für die Friteuse nimmst. Hast du dich übrigens schon immer gefragt, wo da der Unterschied liegt? Ganz einfach und schnöde gesagt, es liegt am Öl.

Denn das wurde bei den Backofenpommes schon hinzugegeben. Bei denen für die Friteuse fehlt es. Aber das können wir auch zu unserem Vorteil nutzen und eine eigene Mischung mit Öl und Salz anrühren.  

Denn wie sagt man so schön, die Dosis macht das Gift. Mit einem Ölzerstäuber*, der überall gleichmäßig das flüssige Fett verteilt, bist du in jedem Fall auf der sicheren Seite. Nachstehend gebe ich dir eine Anleitung, wie viel Öl du für 500 Gramm Pommes tatsächlich brauchst, damit sie schön knusprig sind und zudem auch noch lecker schmecken.

Du hast die Wahl bei der Zubereitung zwischen meinen nachfolgenden Varianten:

Ich habe ein ganz einfaches Rezept. Das besteht nur aus 2 Zutaten, nämlich Öl und Salz. Es eignet sich vorzüglich zu selbst gemachten Dips, Soßen oder für meine Gewürzmischung. Diese streust du dann ganz am Schluss einfach darüber. Wenn du es dir vereinfachen willst, kannst du das auch schon ganz am Anfang machen.

Was es da zu beachten gilt, erkläre ich dir jetzt: Für 500 g Tiefkühlpommes brauchst du erst einmal eine große Schüssel. Optimal wäre eine mit Deckel, damit sie sich gut verschließen lässt. Du wirst die Pommes hin und her bewegen müssen, weil sich nur so das Öl mit den Gewürzen richtig gut vermischen lässt.

Das ist der Plan: Nimm ein Marmeladenglas mit Schraubverschluss und befülle es mit den trockenen Gewürzen. Als Schritt 2 gibt es weiter unten im Text meine Lieblingsmischung. Alternativ geht auch ein anderes Gefäß, wie z. B. eine kleinere Schüssel. Dann brauchst du noch eine größere Schüssel mit etwa 3 – 5 Liter Fassungsvermögen. Darin wirst du dann die Pommes mit dem Öl und der Gewürzmischung vermengen.

Die Gewürzmischung

Du brauchst folgende Zutaten:

  • Paprikapulver
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zwiebelpulver
  • Zucker
  • Knoblauchpulver oder frische Zehen (warum? Ich erkläre es dir gleich!)

Noch ein Hinweis: Probiere die jeweilige Menge der Gewürze, die du benötigst, selbst aus. Nach meiner Erfahrung sollten die Anteile der Zutaten in etwa gleich sein. Interessiert es dich, weshalb in ganzen vielen Gerichten sehr oft dieselben Zutaten vorkommen? Dann schau mal hier in meinem Beitrag vorbei: Gewürze natürliche Geschmacksverstärker.

Nachdem du jetzt alle trockenen Zutaten/Gewürze ins Marmeladenglas getan hast, verschließt du es mit dem Deckel. Danach schüttelst du es so lange, bis sich alles gut miteinander vermischt hat. Natürlich kannst du alternativ dies auch in einer Schüssel mit einer Gabel erledigen. Diese bewegst du einfach so lange hin und her, bis alles gut verteilt ist.

Frischer Knoblauch soll es sein

Diesen Teil kannst du überspringen, wenn du keinen frischen Knoblauch hast oder der Geruch dich stört. Bist du ein Knobifan und eben auch deine ganze Familie oder Freunde? Dann holst du jetzt deinen Mörser oder die Knoblauchpresse raus. Wenn du keins der beiden Dinge hast, ist es auch nicht schlimm.

Mithilfe eines großen Messers kannst du die Knoblauchzehe zerquetschen. Klar ist, dass du sie vorher schälen musst und auch vorne und hinten abschneidest. Nun kannst du die Zehe mit der breiten Seite deines Messers einfach platt drücken und in ganz feine Stücke schneiden.

Jetzt nimmst du dir die Schüssel, wo später die Pommes reinsollen. Sie befüllst du mit etwas Öl (aber nicht zu viel, sonst werden deine Pommes zu fettig) und gibst jetzt den frisch zerdrückten Knoblauch dazu. Das Ganze vermischst du jetzt so lange, bis sich alles gut verteilt hat. Wenn du keinen frischen Knoblauch hast, kannst du den Schritt natürlich überspringen.

Vermischen ist angesagt

Jetzt kommen die restlichen Trockengewürze dazu und alles wird miteinander vermengt. Halte die Schüssel dafür etwas schräg. So sammelt sich das ganze Öl wie in einer Pfütze. Nimm am besten eine Gabel oder einen großen Esslöffel dafür.

Ist alles gut miteinander vermischt? Erst dann kommen die Pommes in die Schüssel rein und der Deckel darauf. Jetzt wird kräftig geschüttelt. Mit ein wenig Geschick geht das ganze natürlich auch ohne Deckel. Dabei bewegst du dein Gefäß gleichmäßig mit recht starken schwungvollen Bewegungen hin und her. Manch einer wendet so auch sein Spiegelei oder Pfannkuchen in der Pfanne.

Kein Deckel wird gebraucht

Das muss so lange gemacht werden bis die Pommes komplett mit der Marinade bedeckt sind. Wenn du dir das nicht zutraust, aber auch kein Deckel hast, habe ich einen Tipp für dich. Spanne einfach Frischhaltefolie recht fest über den Schüsselrand drüber und schon kann das „Geschüttele“ losgehen. Aber auch hier darfst du es nicht übertreiben, sonst reißt die Folie. Alternativ kannst du auch Marinade und Pommes mithilfe eines Löffels umrühren.

Wenn das alle erledigt ist, einfach alles in den Behälter deiner Heißluftfritteuse reinschütten. Das überflüssige Öl fließt von ganz alleine auf den Boden des Gerätes. Also keine Angst, auch wenn es so aussieht, dass die Pommes im Fett baden. Dann stellst du das Gerät auf 200° und 15 Minuten ein und wartest nur noch die Zeit ab.

Hast du einen Aerofryer ohne Rührarm? Nimm den Füllkorb mit den Pommes am besten nach der Hälfte der Zeit einfach mal raus und schüttele ihn kurz. Damit verteilen sich die Pommes, die übereinander liegen, wieder neu. Damit stellst du sicher, dass sie überall ihre knusprig krosse Schicht bekommen.

Guten Appetit!

Wenn dir das Rezept gefallen hat oder du andere Vorschläge hast, zögere nicht, einen Kommentar zu hinterlassen!

Übersicht: Friteuse ohne Fett

Chris

Hey ich bin der Christian Autor, Content Manager auf WirHD, dazu auch noch Hobby Bäcker/ Konditor. Hinterlasse mir doch ein Kommentar, wie dir der Beitrag gefallen hat.

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